Gelebte Kameradschaft: „Wo der eine Schwächen hat, springt der andere ein“
Für Eldar war schon nach dem Abitur klar, dass er zur Bundeswehr will. Nach dem Grundwehrdienst machte er zivil Karriere – und dient heute als Feldwebel der Reserve beim Panzergrenadierbataillon. Er sagt: Die Werte, die bei der Bundeswehr gelebt werden, erlebt man nirgendwo sonst.
Eldar, wie bist du zur Bundeswehr gekommen?
Nach dem Abi 2000 bin ich zum Kreiswehrersatzamt gegangen. Da wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, über den Grundwehrdienst hinaus bei der Bundeswehr zu dienen. Ein Flyer mit einem Jetpiloten darauf hat mich angesprochen – ich habe schon immer Actionfilme geliebt. In die dafür notwendige Laufbahn habe ich es damals nicht geschafft, aber der Offizier im Assessment-Center sagte: ‚Machen Sie Grundwehrdienst, lernen Sie, bewerben Sie sich neu.‘ Nach dem Grundwehrdienst wurde ich also Reservist, studierte, übte in den Ferien, machte Lehrgänge und startete dann meine zivile Karriere als Softwareentwickler. Dann kam ein Brief: ‚Wollen Sie sich wieder für Deutschland engagieren?‘ Ich sagte Ja. Als Bürohengst an die frische Luft zu kommen, fand ich gut. Jetzt bin ich Reservist beim Panzergrenadierbataillon 908 in Viereck.
Wenn du Menschen etwas über die Bundeswehr mitgeben könntest, was wäre das?
Ich bin dankbar, dass ich zur Bundeswehr gegangen bin. Das, was ich bei der Bundeswehr gelernt und erlebt habe, ist einzigartig. Es ist die Kameradschaft, es ist das Zusammengehörigkeitsgefühl. Einer steht für den anderen ein und man lernt voneinander. Da, wo der eine Schwächen hat, springt der andere ein. Es gibt keine bessere Persönlichkeitsentwicklung. Auch im zivilen Kontext wird von Disziplin und Motivation geredet, aber ich kann nur sagen: Wer zur Bundeswehr geht, erlebt das noch einmal auf völlig andere Weise. Das lässt sich nicht eintauschen gegen irgendwas.
Was wünschst du dir in diesem Jahr vom Veteranentag?
Ich wünsche mir größere Aufmerksamkeit für das Thema Bundeswehr an sich. Veteraninnen und Veteranen sind ja nicht nur die, die bei der Bundeswehr waren. Es sind auch die, die bei der Bundeswehr sind. Sie alle setzen sich für unser Land ein. Dieses Füreinander ist genau das, wovon ich spreche. Darum geht es. Und ich hoffe, dass das durch den Veteranentag immer mehr Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit und positive Resonanz gewinnt.