„Die Bundeswehr hat mir viele Möglichkeiten gegeben“
Erst wollte sie Erzieherin werden, dann entschied sich Anika für die Bundeswehr. Dort dient sie seit 11 Jahren – inzwischen als Nachschubunteroffizierin im Versorgungsbereich.
Anika, warum hast du dich dazu entschieden, zur Bundeswehr zu gehen?
Ursprünglich wollte ich Erzieherin werden. In der Ausbildung habe ich dann festgestellt, dass der Beruf nicht so ist, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Ich wollte mehr Action, wollte vielfältiger unterwegs sein und ganz viel sehen. Deswegen habe ich mir gedacht: ‚Okay, jetzt bist du jung und guckst dir die Bundeswehr an.‘ Durch mein Hobby – ich gehe jagen – hatte ich schon einen Bezug zur Waffe. Bei der Bundeswehr konnte ich dann meine Interessen miteinander kombinieren.
Wie hat dich dein Dienst über die Jahre als Privatperson geprägt?
Die Bundeswehr hat mir viele Möglichkeiten gegeben zu wachsen, mich zu entwickeln und immer wieder weiterzubilden. Ich habe einen Ehrgeiz entwickelt, zu gucken: Wo kannst du dich vielleicht abheben und zeigen, dass du als Frau mit gutem Vorbild vorangehen kannst? Deshalb bin ich einer Projektgruppe der Frauen in der Bundeswehr beigetreten und engagiere mich im Deutschen Bundeswehr Verband e. V. (DBwV), wo ich viele Möglichkeiten bekommen habe, mich zu beweisen. Dafür bin ich unheimlich dankbar.
Welche Bedeutung hat der Veteranentag für dich und für das Bild der Truppe in der Gesellschaft?
Ich finde, der Veteranentag steht für Zusammenhalt. Und ich bin der Meinung, dass es in der Gesellschaft noch viel mehr ankommen muss, dass es uns Veteraninnen und Veteranen gibt. Ich würde mir wünschen, dass wieder mehr Respekt da ist und man keine Unmutsbekundungen erfährt, wenn man sich irgendwo in Uniform bewegt. Ich hoffe, dass ich positiv dazu beitragen kann. Ich möchte anderen Mut machen und gerade auch als Frau motivieren und sagen: ‚Kommt zur Bundeswehr, es ist möglich.‘ Die Bundeswehr bietet viele Chancen. Die müssen einfach nur genutzt werden.