Ein Soldat im Porträt

35 Jahre bei der Bundeswehr: „Man wird stark geprägt“

Seit 35 Jahren ist Mirko bei der Bundeswehr. Als Oberstabsbootsmann der Reserve arbeitet der ehemalige Handballer an der Zukunft der Marine mit, engagiert sich im Reservistenverband – und verbringt auch seine Freizeit leidenschaftlich gerne auf dem Wasser.

Mirko, wie bist du bei der Bundeswehr gelandet?

Mein ganzes Leben war eigentlich vom Sport geprägt. Ich war Handballer bei den Füchsen Berlin und habe dort im Grunde meine ganze Jugend gespielt. Eigentlich wollte ich einen Job, in dem ich weiter Sport machen und mich sportlich weiterentwickeln kann. Als meine Eltern dann nach Syke umzogen und ich wusste, dass ich als wegziehender Berliner wehrpflichtig werde, dachte ich: Sport passt, Soldat passt — warum nicht zur Bundeswehr gehen? Also habe ich mich als Unteroffiziersanwärter bei der Freiwilligenannahmestelle beworben und bin in einer Aufklärungskompanie eingestellt worden.

Du hast dich lange im Reservistenverband engagiert und dienst jetzt als Dauerreservist. Wie kam es dazu?

Mein Weg in meine jetzige Tätigkeit war eher zufällig.  Ich war Landesgeschäftsführer des Reservistenverbandes Hamburg und habe dort unter anderem das Digitalisierungsprojekt für Reservistendienst Leistende begleitet, also die elektronische Erfassung und Ansprache von Reservisten. Als die Marine ein Pilotprojekt für eine neue Reservistenkompanie mit grundbeorderten Soldaten startete, wurde ich angefragt und habe nebenberuflich mitgearbeitet. „Grundbeordert“ bedeutet, dass ehemalige Soldaten für einen bestimmten Zeitraum der Bundeswehr weiter zur Verfügung stehen und erreichbar bleiben, ohne automatisch üben zu müssen. Heute geht es bei meiner Arbeit vor allem um Organisation, Planung, Ausbildung und Dienstpläne, aber auch darum, die Kompanie als Kompaniefeldwebel – die „Mutter der Kompanie“ – zu begleiten.

Wie hat die Bundeswehr dich geprägt – und was wünschst du dir vom Veteranentag?

Die Werte der Bundeswehr habe ich verinnerlicht: Ehrlichkeit, Treue, Loyalität und Kameradschaft. Als Soldat wird man durch Vorgesetzte, Gruppendynamik und den Alltag stark geprägt, und das nimmt man mit ins Zivilleben, ins Berufsleben und in private Beziehungen. Mit dem Veteranentag werden alle, die gedient haben und noch dienen, wertgeschätzt – dafür, dass sie andere schützen und dafür im Fall der Fälle auch ihr Leben in die Waagschale werfen. Ich wünsche mir, dass Soldatinnen und Soldaten noch sichtbarer werden, dass mit dem Veteranentag noch mehr Menschen angesprochen werden und wir miteinander in den Dialog kommen.

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